Polen, Litauen und Lettland: die Kulturschätze des Baltikums

Drei Länder, drei Kulturen: Wir laden Sie zu einer 11-tägigen Tour durch verschiedene, moderne und gleichzeitig bedeutsame historische Orte des Baltikums ein. Begleiten Sie uns auf dieser spannenden Reise durch Osteuropa und genießen Sie die Einflüsse verschiedenster Kulturen: den katholischen Barock Polens, die prächtige Klassik und das dynamische Leben Litauens, die Seeluft und die mittelalterlichen, verwinkelten Straßen in Riga, welche als Hauptstadt des Jugendstils gilt. Das Baltikum überrascht Sie mit authentischen Stadtbildern und vielfältiger Architektur, welche die lange und oftmals turbulente Geschichte dieser Länder widerspiegelt. Aufgrund unseres sorgfältig ausgearbeiteten Programms können Sie das historischen Erbe aus der Zeit der Hanse, Spuren der deutschen Tempelritter, beeindruckende Naturkulissen sowie kulinarische Spezialitäten dieser Regionen entdecken.
Tour-Code: BAL01
Kulturreise
Land & Leute, Geschichte und Kultur
11 Tage / 10 Nächte
Zusammen mit dem An- und Abreisetag
Teilnehmerzahl
Gruppen: 6 - 12 Teilnehmer
Unterkunft
4* Hotels
Besonderheiten
Reise durch die schönsten Orte des Baltikums: Breslau, Danzig, Marienburg, Vilnius & Riga!
Mahlzeiten:
Alle Frühstücke, 2 Abendessen
Transfer
Alle Transfers und alle Ausflüge
Guide
Deutschsprachige Reiseleitung
REISEVERLAUF
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ENTH. LEISTUNGEN
NICHT ENTH. LEISTUNGEN
Unser Tag startet in Dresden um 10:00 Uhr mit dem ersten Ziel: Breslau
Breslau ist eine der größten, schönsten und ältesten Städte Polens, welche alle Voraussetzungen für ein Trendziel bietet: Perfekt erhaltene, mittelalterliche Gebäude und moderne Stadtviertel. Die Stadt hat eine uralte Tradition und wurde erstmals um das Jahr 900 erwähnt, wobei die Region Schlesien - in der sich Breslau (Wroclaw) befindet - schon bei Tacitus im Jahr 98 n.Chr. erwähnt wurde.
Unser Spaziergang beginnt auf dem mittelalterlichen Marktplatz (polnisch: Rynek). Hier finden das ganze Jahr über viele Events statt. Wir besichtigen das historische Rathaus, die angrenzenden Kirchen und die restaurierten Bürgerhäuser, die von einer lebendigen Geschichte der Stadt erzählen. Während unserer Exkursion schauen wir uns noch eine Besonderheit Breslaus an - die rund 230 in der Stadt verstreuten, bronzenen Zwerge. Diese kleinen Bewohner wurden in den 1980er Jahren unter dem Motto "Humor ist die beste Waffe gegen Unterdrückung" aufgestellt und dienten als Symbol des Protestes gegen den kommunistischen Staat.

Übernachtung in Breslau
Frühstück; Besuch des "Panoramas von Racławice" und des Nationalmuseums
Wir beginnen den 2. Tag mit einem Besuch des "Panoramas von Racławice". Dieses einzigartige polnische Kunstwerk beinhaltet ein Panoramabild mit einer Gesamtfläche von 1.710 m². Es stellt den Sieg der polnischen über der russischen Armee am 4. April 1794 in Racławice dar. Das Bild war lange ein touristischer Höhepunkt der Stadt Lemberg (heute Westukraine). 1946 wurde es unter strenger Geheimhaltung zerlegt und nach Breslau verfrachtet. Hier konnte es aus politischen Gründen erst ab 1985 wieder öffentlich gezeigt werden und gehört jetzt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
In der Nähe des Panoramas befindet sich das Nationalmuseum Breslau, dessen Sammlung etwa 120.000 Exponate vom Mittelalter bis zur Gegenwart umfasst. Insgesamt gilt das Nationalmuseum als eines der größten Sammlungen historischer Exponate des Landes. Hier gibt es u.a. viele Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skulpturen, Kunsthandwerk und Fotografien zu besichtigen. Weiter haben wir die Gelegenheit eine Einführung in die Geschichte des Landes sowie seiner Kunsthistorie zu erhalten und lernen zudem herausragende Persönlichkeiten kennen.
Am Nachmittag haben Sie freie Zeit, um die Stadt und weitere Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust zu entdecken. Wir empfehlen u.a. die "Galeria Neonów" oder auch den Botanischen Garten. Natürlich können Sie die Stadt ebenfalls bei einem gemütlichen Spaziergang genießen und einige der örtlichen Geschäfte besuchen.

Übernachtung in Breslau
Frühstück und Fahrt zur Hafenstadt Danzig über Posen
Posen, polnisch Poznań genannt, ist die Hauptstadt der Wojewodschaft (entspricht im dt. ungefähr einem Verwaltungsbezirk) Großpolen und fünftgrößte Stadt Polens. Sie bietet eine interessante Mischung aus Geschichte und spannender Kultur, mit bemerkenswerter Architektur, belebten Parks und einer bunten Café- und Restaurants-Vielfalt. Wie in vielen historischen Städten konzentrieren sich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Poznans im Zentrum. Und da die Geschichte der Stadt schon etwa 10 Jahrhunderte umfasst, bietet Posen seinen Gästen eine ziemlich umfangreiche Sammlung historischer Baudenkmäler. Bei einem Spaziergang schauen wir uns die wichtigsten von ihnen an. Dabei beginnen wir mit dem Altmarkt, auf dem sich das schöne Renaissance-Rathaus befindet. Es wurde im Jahre 1551 erbaut und ist für seine Turmuhr mit den zwei sich bewegenden Ziegenbock-Statuen berühmt. Unser Spaziergang führt uns danach weiter zum ehemaligen Kaiserschloss. Dieses ist die letzte und jüngste königliche Residenz in Europa und wurde am Anfang des 20. Jh. für Wilhelm II errichtet.
In der Sommerzeit haben wir auch die einzigartige Möglichkeit das Martinshörnchen- Museum zu besuchen, in welchem wir die Herstellung des berühmtesten Gebäcks Polens sehen können. Dieses ist eine Art Croissant und gehört in der EU zu den Produkten mit geschützter Herkunftsbezeichnung, diese Spezialität darf daher auch nur in Großpolen nach genauer Rezeptur gebacken werden.

Fahrt nach Danzig

Übernachtung in Danzig
Frühstück und Stadtführung durch Danzig
Am 4. Tag der Reise schlendern wir über das Kopfsteinpflaster der gemütlichen Hansestadt Danzig. Wir besichtigen die Altstadt mit ihrem Flair der alten Hanse, genießen ihr historisches und gleichzeitigt elegantes Ambiente, welches häufig mit klassischer Musik von Straßenmusikern abgerundet wird. Auf uns warten viele prächtige Kaufmannshäuser, eine der größte Backsteinkirchen nördlich der Alpen - die Marienkirche - und das „Rechtstädtische Rathaus". Von hier aus haben wir einen herrlichen Blick über die ganze Stadt. In vielen historischen Gebäuden finden wir gemütliche Cafés und Restaurants, in welchen wir die Eindrücke dieser bezaubernden Stadt genießen und diverse Fischspezialitäten dieser Region probieren können. Noch eine Besonderheit der Stadt ist die salzige Luft und der Klang der Ostseebrandung, die Danzig seinen besonderen Charme verleiht.

Übernachtung in Danzig
Frühstück, Marienburg und Fahrt nach Mikolajki (Masuren)
Die Marienburg (polnisch Zamek w Malborku) in der Stadt Malbork ist eine im 13. Jahrhundert erbaute, mittelalterliche Ordensburg des Deutschen Ordens am Fluss Nogat - einem Mündungsarm der Weichsel. Bis heute ist die Marienburg der größte Backsteinbau Europas und gilt gleichzeitig als das größte Werk der Backsteingotik. Diese Burganlage war von 1309 bis 1457 Sitz der Hochmeister des Deutschen Ordens und gilt zudem als die mächtigste Festungsanlage des 14 Jh. in Europa. Die Marienburg ist neben ihrem beeindruckenden Erscheinungsbild auch eng mit der Verbreitung des Christentums in Osteuropa, insbesondere der Christianisierung der baltischen Völker, verbunden.
Schwer zerstört im zweiten Weltkrieg wurde sie danach von polnischen Spezialisten erstklassig restauriert und beherbergt heute äußerst sehenswerte, historische Ausstellungen sowie ein Bernsteinmuseum. Unsere persönliche Meinung: Eines der besten Museumskomplexe Europas und ein Muss für jeden Geschichtsinteressierten!

Fahrt nach Masuren zu unserem nächsten Ziel Mikolajki

Übernachtung in Mikolajki
• Frühstück und Erholung in Mikolajki
Den 6. Tag verbringen wir in der kleinen und gemütlichen Stadt Mikolajki, welche auch als „Ort der tausend Seen" bekannt ist. Sie liegt zudem am größten masurischen See, dem Spirdingsees, und ist somit im Zentrum einer Vielzahl masurischer Gewässer. Als perfekten Zwischenstopp auf unserer Reise haben Sie hier die Zeit für individuelle Erholung. Ob Sie durch die kleine Stadt und ihren Hafen laufen, sich in einem gemütlichen Restaurant oder Café ausruhen, eine der verschiedenen Ausflugsschiffe nutzen oder selbst ein Boot mieten (ein Bootsführerschein ist nicht notwendig) ist ganz Ihnen überlassen.

Übernachtung in Mikolajki
Frühstück und Fahrt nach Vilnius
Heute verabschieden wir uns von Polen und fahren in ein kleines Land voller Schönheit, Geschichte, faszinierender Traditionen und Kultur: Litauen. Seit dem 14. Jhd. ist Vilnius die Hauptstadt des Großherzogtums Litauen. Im Unterschied zu allen anderen Hauptstädten der baltischen Nachbarländer wurde sie nie vom Deutschen Orden kontrolliert und konnte so ihre eigenes Erscheinungsbild bewahren.
Sie ist Sitz des katholischen Erzbistums Litauen und mit der 1579 gegründeten Universität eine der ältesten Universitätsstädte ganz Europas. Es wird angenommen, dass die Blütezeit und rasante Entwicklung von Vilnius auf das 15.-16. Jhd. zurückzuführen ist, als hier in Zusammenhang mit einem Jesuiten - Kollegium die Universität Wilna gegründet wurde. Durch die liberale Politik der Stadt, insbesondere auch die Aufnahme geflüchteter Juden aus ganz Europa, wurde Vilnius um 1900 zum wichtigsten Zentrum jüdischer Kultur in Nordeuropa und erhielt seinen Beinamen „Jerusalem des Nordens".
Heute ist Vilnius sehr modern und jung mit ihrer abwechslungsreichen Innenstadt und den modernen Wohnhäusern. Gleichzeitig findet man allerdings auch ein vielfältiges Ensemble mittelalterlicher Gebäude im Stil des Barock- und Klassizismus, Kirchen verschiedenster christlicher Glaubensrichtungen und eine Synagoge. Die Stadt wurde 1994 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.
Nach unserer Ankunft checken wir in einem Hotel im Zentrum ein und bummeln zusammen mit dem Reiseführer in der bezaubernden Altstadt. Auf Wunsch stoppen wir in dem einen oder anderen gemütlichen Restaurant, um lokale Spezialitäten zu probieren.

Übernachtung in Vilnius
Frühstück und Vilnius Stadtführung
Unsere Tour beginnt im Herzen der Stadt: am Rathaus. Gemeinsam hören wir hier eine interessante Legende über die Gründung der Stadt und spazieren im Anschluss in entspannter Atmosphäre durch die Innenstadt. Auf unserem Weg besichtigen wir die wichtigsten Kulturdenkmäler, sowie eine der ältesten Universitäten Osteuropas – die Universität Vilnius. Selbstverständlich besuchen wir auch die gotischen Gewölbe der Kirche St. Anna aus dem 15. Jhd., welche ebenfalls zum UNESCO – Weltkulturerbe gehört. Ein weiterer Höhepunkt ist die römisch-katholische Kirche des Heiligen Franziskus von Assisi aus dem 16. Jh. Auf unserem weiteren Weg passieren wir die die Bögen der Stadtmauer
„Ostraya Brama" - auch Tore der Morgenröte genannt. Danach besteigen wir den höchsten Punkt der Stadt und das Symbol Litauens – den Gediminas Turm.
Am Nachmittag steht es Ihnen frei die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Unser Tipp: Vergessen Sie nicht die verschiedenen Museen und Galerien zu besuchen.

Übernachtung in Vilnius
Frühstück und Ausflug nach Trakai
28 Kilometer westlich von Vilnius liegt die kleine Stadt Trakai, die für ihre spätmittelalterliche Wasserburg berühmt ist. Sie gilt als die bekannteste Sehenswürdigkeit Litauens neben dem „Berg der Kreuze".
Im 14. Jhd. wurde die ursprüngliche, erste Burg auf einer der Inseln des Glave-Sees errichtet und war somit Symbol einer der fortschrittlichsten Festungsideen der damaligen Zeit. Mit der Kombination einer Residenz mit gleichzeitiger Möglichkeit der effektiven Verteidigung entstand hier eine imposante gotische Ziegelburg.
Von 1316 – 1323 war Alt-Trakai Hauptstadt des Staates Litauen und im 14. Jahrhundert außerdem ein wichtiger Bestandteil der militärischen Auseinandersetzungen mit den Kreuzrittern des Deutschen Ordens. Nach der Schlacht von Tannenberg im Jahr 1410 verlor sie jedoch ihre militärische Bedeutung. Zusammen besichtigen wir die Burg und ihre interessanten Ausstellungen.
Eine weitere Besonderheit der Stadt ist die traditionelle karaitische Küche, deren Grundlage Fleisch und Teigspeisen sind. Karaiten sind eine jüdische Religionsgemeinschaft und stellen eine eigene Volksgruppe innerhalb der Turkvölker dar. Eine der bekanntesten karaitischen Gerichte ist Kybyn - eine Teigtasche, welche mit gehacktem Hammel- oder Rindfleisch gefüllt ist und im Backofen gebacken wird. Nach unserer Besichtigung der Wasserburg nutzen wir die einmalige Gelegenheit die karaitische Küche in einem lokalen Restaurant Trakais zu genießen.
Sollten wir dann noch Zeit haben besuchen wir natürlich auch noch das interessante „Museum der Schokoladen-Skulpturen" im Zentrum Trakais, welches auch über ein sehr gemütliches Café mit vielen, sehr leckeren Torten und Schokoladenerzeugnissen verfügt.

Rückfahrt und Übernachtung in Vilnius
Frühstück und Fahrt nach Riga
Heute fahren wir zum letzten Ziel unserer Reise, zur größten Stadt des Baltikums - Riga. Unterwegs stoppen wir am berühmten „Berg der Kreuze". Ehemals befand sich in diesem Ort eine Burg, die 1348 von Kreuzrittern zerstört worden sein soll. Bereits zu dieser Zeit war der zumindest zum Teil künstlich angelegte Hügel vermutlich eine Gebets- und Opferstätte. Heutzutage befinden sich hier über 100.000 Kreuze in diversen Ausführungen, Größen und Maßen. Der Ort gilt als bedeutender katholischer Wallfahrtsort in Litauen und bedeutsame, internationale Pilgerstätte.
Uns bleibt genug Zeit den Hügel und seine vielen Kreuze zu besichtigen bevor wir weiter nach Riga fahren.

Ankunft in Riga, Stadtführung

Die alte Hansestadt Riga ist berühmt für ihre Jugendstilbauten und ihre gut erhaltene Altstadt, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Riga erhielt ihren Namen vom gleichnamigen Fluss, der einst an dieser Stelle floss und später umgeleitet wurde. In der Nähe des Flusses versammelten sich damals verschiedene Kaufleute und schufen nach und nach aus einem simplen Handelspunkt eine kleine, befestigte Siedlung. Im Jahre 1201 erbaute der deutsche Priester Albert aus Bremen hier die erste Steinkirche, welche als wichtiges Monument die Gründung der zukünftigen Stadt ankündigte. Heutzutage ist das Stadtzentrum von Riga berühmt für seine mit Stuck geschmückten Häuser, die vor dem Ersten Weltkrieg gebaut wurden. Die Kosten solcher Fassaden erreichten oft den Wert von etwa der Hälfte der gesamten Baukosten der Häuser.
Am Nachmittag erkunden wir gemeinsam die Altstadt Rigas und spazieren durch ihre mittelalterlichen, verwinkelten Straßen. Hier lässt sich erkennen wie sich Antike und Moderne, sowie kulturelles Erbe und alte Legenden miteinander verflechten. Wir besuchen die vielfältigen Sehenswürdigkeiten der Stadt, unter anderem das berühmte Schwarzhäupterhaus.
Danach besuchen wir das Mentzendorff Haus, ein historisches Wohn- und Geschäftshaus mit einer Ausstellung zum damaligen Alltag und Leben der Menschen in Riga.

Übernachtung in Riga
• Frühstück & Transfer zum Flughafen in Riga
Zur vereinbarten Zeit wartet der Fahrer auf Sie in der Hotellobby und bringt Sie zum Flughafen in Riga.
• 10 x Übernachtungen in 4* Hotels
• 10 x Frühstück
• 2 x Abendessen
• Alle Transfers im klimatisierten und komfortablen Fahrzeug
• Alle beschriebenen Exkursionen & Ausflüge
• Eintrittskarten
• Ganztägig deutschsprachige Reiseleitung
• Nicht aufgeführte Mahlzeiten & Getränke
• Übernachtung in Dresden (falls Sie ein Hotel in Dresden vor der Reise benötigen, können Sie sich gerne an uns wenden)
• Selbstorganisierte Besichtigungen und Ausflüge
• Versicherungen
• Trinkgeld
• Flug von Riga nach Deutschland
TERMINE & PREISE
Andere Termine bereiten wir gerne für Sie auf Anfrage vor!